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Freitag, 23. Februar 2018

Tipp: Schleifschwämme & Interfacepads

In einer losen Folge von Beiträgen möchte ich Euch einige kleine Tipps & Kniffe  für die Holzbearbeitung mit auf den "holzigen Weg" geben.


Für die meisten sind die sogenannten Schleifschwämme keine Unbekannten und keine Meeresbewohner. :) Die klassische Ausführung in viereckiger Form gibt es ja schon viele Jahre. Dabei handelt es sich um einen mehr oder weniger weichen (Je nach Ausführung und Einsatzzweck) Schaumstoffkern, der mit einer (dünnen) Schicht in Schaumstoff gebundenen Schleifpartikel versehen ist.
Anders als bei Schleifvliesen oder Grobreinigungsscheiben befinden sich die Schleifpartikel aber nur an der Oberfläche. Sind diese ausgerissen, abgestumpft oder aufgebraucht, ist der Schleifschwamm am Ende seines Lebens, der formgebende Kern hat keine Schleifwirkung. Besonders die billigeren Ausführungen haben deswegen nur eine begrenzte Lebensdauer.
Deswegen und da so ein Schwamm deutlich teurer ist, als ein Blatt Schleifpapier, verwende ich sie nicht ständig und nur an Stellen, wo ich mit normalem Schleifpapier nur schlecht arbeiten kann.

Mittlerweile bieten manche Hersteller auch speziellere Schwämme an. Es gibt welche mit zum Profile schleifen angepasster Kantenform (Abgerundete und spitzwinklige Kanten) oder auch welche mit dünnerem und besonders weichem Schaummaterial und feiner Schleifkörnung für letzte Finisharbeiten z.B. an lackierten Oberflächen.


  




Ich verwende solche Schleifschwämme gerne, wenn es darum geht, Kantenprofile, Rundstäbe oder auch nichteckige Kleinteile zu schleifen. 






 



Der weiche Kern der Schwämme passt sich deutlich besser an die Form des Werkstücks an, als herkömmliche Schleifpapiere.







 



Was bei dem ganzen Angebot an unterschiedlichen Schleifmitteln zwangsläufig passiert, ist der wachsende Berg an Schleifzeugs in der Werkstatt. Unterschiedliche Tellerdurchmesser bei den Exzenterschleifern, dazu dann noch großer und kleiner Schwingschleifer, Bandschleifer, Deltaschleifer, Spindelschleifer, ...... und das dann noch in den unterschiedlichen Körnungen, wer lackiert braucht evtl. noch spezielles Schleifpapier für die Lackbearbeitung UND dann noch ne ähnliche Auswahl an Handschleifmitteln UUUNNNDDD dann noch Schleifvliese und nun noch die Schwämme.
Ei ei ei, das kostet Geld, das braucht Platz.
Muss das sein?

Eine Möglichkeit wäre, den Bestand an Maschinen zu reduzieren, weil für die braucht man dann auch kein Schleifmittel mehr. Nur für einen gestandenen "Werkzeugfetischisten" ist das ein No-Go. :) Eine gute Möglichkeit ist es ein Blick auf den speziellen Handschleifmittelbestand zu werfen. 

 Von Herstellern wie Festool und Mirka gibt es div. Handschleifklötze (sogar mit Absaugmöglichkeit), die es ermöglichen das Maschinenschleifmittel auch im Handbetrieb zu nutzen. 









Das habe ich schon vor längerer Zeit bei mir eingeführt und so ich habe nur noch einen kleinen Restbestand an Handschleifmittel, den ich noch aufbrauchen werde und dann ist damit wahrscheinlich Schluss. Geschätzt 90% der Schleifarbeiten erledige ich mit Maschinen, daher ist ein kompletter Bestand an Handschleifpapier eh Unsinn.

Teilweise lassen sich auch mit Maschinenzubehör, die oben beschriebenen Schleifschwämme ersetzen.
Für gewölbte oder empfindliche Oberfläche sollte ja jeder einen sogenannten "Interfacepad" besitzen.

Das ist nichts anderes als ein Schaumstoff(zwischen)Polster für Handschleifmaschinen und wird zwischen Schleifteller und Schleifmittel an die Maschine gesetzt. Dafür ist er mit einer Klettbefestigung ausgestattet.









Diese Pads gibts es neben Versionen mit und ohne Absauglöcher, auch in div. Größen und Formen ...














... und auch in unterschiedlichen Stärken.












 
Wenn man diese mit einem Schleifblatt mit möglichst weichem Trägerpapier
bestückt, hat man einen recht guten und auf Dauer preisgünstigen Ersatz
für ein Schleifschwamm.









Da diese Interfacepads je nach Größe und Einsatzgebiet nicht so die
griffigsten sind, kann man sie auch mit solch einem Klett-Handschleifer
mit Handschlaufe kombinieren.









So lassen sich auch recht einfach kleine Teile, wie z.B. Holzkugeln
schleifen, ohne dass man noch acht geben muss, dass einem das Pad aus
der Hand rutscht.









Diese Lösung hat allerdings ihre Grenze, wenn die zu schleifende
Oberfläche ein zu feines Profil aufweist und sich die Kombi Interfacepad
+ Schleifpapier nicht an diese anpassen kann. Da haben "echte"
Schleifschwämme immer noch deutliche Vorteile. Von daher werden sie auch
bei mir nicht völlig aus der Werkstatt verschwinden, aber ihr Einsatz
wird seltener. Ich nehme sie nur bei Sonderaufgaben.


Was man aber beachten muss, Schleifpapiere mit Absauglöchern bleiben
gerne mal mit diesen an Kanten hängen und reißen dann etwas ein.










Alternativ wären dafür Schleifblätter ohne Lochung besser, aber dann muss man wieder zweigleisig fahren, äh schleifen.






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