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Samstag, 27. Mai 2017

Projektvorstellung: Gartentore mit Torbögen - Teil 13

Im letzten Teil hatte ich ja die oberen Querfriese mit Dach verleimt, jetzt mussten sie noch auf die nötige Länge gesägt werden. 

Zuvor bekamen alle Teile aber noch eine einheitliche Dicke (wichtig für die spätere Verbindung) und auch die leichten Übergänge bei den oberen Querfriesen mussten verschwinden. Dazu kamen sie nochmal kurz in den Dickenhobel.









  Einfach ablängen und fertig geht nicht, das Dach soll ja später schön mittig sitzen.

Ich habe mir dann die schon abgelängten unteren Querfriese genommen und an diesen die Mitte angezeichnet.









Diese habe ich dann mit einem langen Winkel mit der Spitze des Daches in eine Linie gebracht.











So konnte ich dann die Enden des unteren Querfrieses auf den oberen Übertragen und hatte die exakte Länge.











Ganz einfach. :)

Und passen tuts auch.













Leider hatte ich letztes Jahr, als ich die Torbögen montiert habe, nicht an die Tore, bzw. deren Befestigung an den Bögen gedacht. Da wo am sinnvollsten die Kloben für die Bänder angebracht werden müssten, sitzen jetzt die Gewindestangen. :(

Hmm, clever gemacht. 


Es blieb nur übrig, den unteren Querfries im Bereich des Ladenbandes in der Höhe aufzudoppeln, damit die Kloben oberhalb der Gewindestangen sitzen, die Tore aber trotzdem recht dicht über dem Boden enden.









Drei Dominos zum leichteren Ausrichten und etwas PU Leim später, war die Aufdopplung angebracht, fürs Auge ist sie abgeschrägt.










Während die Teile trockneten, habe ich an zwei Reststücken, ein Muster der Zapfenverbindung hergestellt.










Die Teile mit dem großen Falz, stellen die Längsfriese, also die Senkrechten dar.

Dort sitzen später die drei Terrassendielen drin, als Fortläufer des Zauns.












Nachdem das Muster soweit gepasst hat, konnte ich die einzelnen Teile in Position legen (die schönere Seite nach außen) ...











...und an diesen die spätere Position und wo was wie gefräst werden muss anzeichnen.












Nun ging es ans Fräsen der Verbindungen. Zuerst die Zapfenlöcher.

Da ich keinen Oberfräser mit entsprechender Nutzlänge (70mm) besitze, habe ich zum Fräsen der Zapfenlöcher, zur Domino XL gegriffen.

Die äußeren Fräspositionen anzeichnen und los gings.













18mm Zapfenbreite ist aber selbst für die Domino XL zuviel und ich musste die Zapfenlöcher auf zwei mal fräsen.

Damit sie exakt mittig sitzen, jeweils mit der gleichen Fräshöheneinstellung von beiden Seiten.




Genauso ist auch das große Zapfenloch für die Aufdopplung an den unteren Querfriesen entstanden.












Als nächstes waren die Falze an der Reihe. Diese waren auf der TKS schnell hergestellt.  

Bei solchen Arbeiten, sollte man möglichst zwei Dinge beachten.
Zum einen sollte die Reihenfolge der Schnitte so gewählt werden, dass das Werkstück möglichst immer großflächigst  aufliegt.


Hieß in meinem Fall zuerst die Schmalseiten einsägen.












Zum anderen sollte der letzte Schnitt, sprich der welcher das Abfallstück vom Werkstück trennt so ausgeführt werden, dass sich das Abfallstück nicht zwischen Sägeblatt und Längsanschlag befindet. Sonst wäre die Gefahr gegeben, dass es durch die aufsteigenden Zähne des Sägeblattes nach vorne geschleudert werden würde und sowas wollen wir ja nicht. 

Also Abfallstück auf der freien Seite.














In der Innenecke der Falze blieb noch etwas Restholz stehen, ...












... dieses habe ich mit wenigen Zügen mit dem großen Simshobel entfernt.













Die Zapfenlöcher haben aber noch nicht die benötigte schöne rechteckige Form.












Hier war noch etwas Nacharbeit in Form von Handarbeit nötig.

Zuerst das überschüssige Material in der Mitte mit einem Stemmeisen entfernt ...












... und danach die Ecken mit dem Eckbeitel in Form gebracht.













 Fertig waren alle Zapfenlöcher.













Im nächsten Teil geht es dann um das Anfertigen der Zapfen.






Kommentare:

  1. Hallo Michael,
    vermutlich blöde Frage, aber beim ersten Bild hat es den Eindruck, dass du die Spänne bei deiner Dickenhobel mit einem Müllsack gleich direkt auffängst.
    Ist das ohne Probleme v.a. in Bezug auf die Spannmenge möglich, oder musst du da auch mit der Menge leicht dosieren, damit sich nichts verlegt.

    Wäre es weiters möglich, dass du auf deiner Seite ein Suchfeld anzeigen lasst, dass alle deine bisherigen Beiträge durchsucht. (Oder bin ich blind, und habe es nicht gesehen)

    lg
    Sigi

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    1. Hi Sigi,

      das siehst Du richtig mit dem Müllsack. Das funktioniert überraschend gut, aber logischerweise nicht so sauber wie mit einem Sauger.

      So ein Suchfeld gibt es in der rechten Spalte unter den "besten Projekten".

      Grüße
      Michael

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