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Freitag, 19. Januar 2018

Projektvorstellung: Renovierung - Wohnzimmer - Teil 6

Jetzt müssen die 37 im letzten Teil gebürsteten und dekorgewachsten Bretter nur noch an die Decke.

Es war ja wieder eine "One-Man-Show", also bedarf es Hilfsmittel.

Neben meinen schon beinahe geliebten Stützen, habe ich noch mit drei Paneel-Zangen gearbeitet.











Drei Meter lange Arme habe ich nicht und auch nur zwei, ohne solche Hilfsmittel ist so etwas allein nicht zu bewerkstelligen.

Damit ich den Streichputz an den Wänden nicht beschädige, habe ich noch mit solchen Verpackungsresten gearbeitet. Für den Einsatz optimal. Eigentlich liegen die im Auto, zum Aufsetzen des Gepäckträgers.









Wenn man das ständige Leiter und Gerüst rauf und runter außen vor lässt, geht das Anbringen von solchen Profilbrettern auch alleine recht gut. Ich habs mir schwieriger vorgestellt und so musste ich niemand zur Hilfe holen.

Begonnen habe ich mit dem ersten Brett. :)

Da dieses mit Abstand zur Wand ausgerichtet werden musste, kamen die Deckenstützen zum Einsatz. Damit kann man dosiert anpressen, noch verschieben und trotzdem wird die Position gehalten.









Außen kamen Schrauben, innen die erste Reihe Profilkrallen.












Seitlich habe ich alle Bretter direkt mit der UK verschraubt.












Das sieht man später nicht und so wurden auch verwundene Bretter sicher in der Lage gehalten. Profilkrallen sind ja nicht so stabil.
 
Jedes Brett musste zuvor an beiden Enden gekappt werden. Zum einen, weil man mit dem Rustofix nicht bis zum Brettende arbeiten kann und zum anderen gibt es Profilbretter ja nur in bestimmten festen Längen und seltenst passen die genau zur Deckenbreite, in meinem Fall waren das 4,47m.

Damit ich nicht auf dem Boden arbeiten musste kamen der kleine MFT und die von Kreg gestellte  KWS1000 mobile Arbeitsstation zum Einsatz.
Antrutschmatten sorgen für ein nicht beschädigen der Oberfläche der Bretter.








Von dem Kreg Tisch habe ich ehrlich gesagt, nicht viel erwartet. Bissi Stahlblech und Kunststoff halt. Aber ich wurde eines besseren belehrt, das Teil ist enorm stabil, standfest und auch recht schwer. Ich bin hell auf begeistert. Einziger Negativpunkt bisher, die Platte hat keine 20mm Löcher und ist zu dick für die Festool Zwingen.


Da ich ja auf beiden Seiten der Bretter was absägen musste, hätte mir die Kappsäge nichts gebracht, daher mobil und kabellos mit der HKC 55 und der Kappschiene.










Kleiner Tipp: Auch wenn bei mir der Schnitt später verdeckt wird, ne ausrissfreie Oberseite bekommt man, wenn beim Sägen mit Handkreis- und Stichsägen, die Gutseite unten liegt. Die Zähne tauchen IN die Gutseite ein und können so keine Ausbrüche erzeugen.







Zwischendurch ein Kaffee mit Milchschaum hält die Laune oben. :)












So ging es dann weiter. Das zweite Brett hängt, das nächste liegt auf dem Gerüst bereit.











Mit die wichtigsten Werkzeuge: Hammer und Schlagklotz in Form von Reststücken.












Der Ablauf war im Prinzip bei jedem Brett gleich. Logisch. 
Ausnahmen gab es nur hin und wieder mal, wenn ein Brett in sich krumm oder gebogen war, dann war es etwas Geknäule, ansonsten wie folgt:


Brett an die Decke halten und mit zwei der Paneel-Zangen mit etwas Luft zum bereits montierten an die Decke heften.












Dann runter vom Gerüst, links auf die Leiter, dort die Feder des Brettes in die Nut des vorherigen einfädeln und mit der dritten Zange auf Druck fixieren und dabei den Abstand zur Wand ausrichten. Wenn es gut passte, konnte ich auch schon die erste Schraube eindrehen. Sperrt es sich noch, lieber zuerst komplett in die Nut einfädeln und dann erst verschrauben.







Wieder aufs Gerüst und das Brett so weit wie möglich "einnuten". Eine Zange dicht beirücken, die andere kommt mit, weiter auf die rechte Leiter. Dort wird die Feder endgültig und komplett in die Nut eingeschoben und das Brett mit langem Arm und Paneel-Zange gesichert.
Wenn es sauber sitzt (immer mal mit Hammer und Klotz sachte klopfen), kann auch schon hier die erste Schraube gesetzt werden. Wenn nicht, nochmal in die Mitte aufs Gerüst und das Brett beidrücken/klopfen.

Wenn alles sauber sahs, konnte ich die Profilklammern anschrauben. 












Ich habe dazu 3x30er SPAX mit Senkkopf und Vollgewinde verwendet. Am Rand kamen 3,5x45 TG zum Einsatz.
Wer ständig hin und her springt und was verschrauben muss, lernt so kleine Annehmlichkeiten, wie den magnetischen Bit- und Schraubenhalter und den großen Gürtelhaken am Festool CXS zu schätzen. So konnte ich immer ne ausreichende Menge an Schrauben am Mann bzw. Schrauber haben, ohne dass sie mich durch ne Hosentasche ins Bein picken.





So ging es dann voran. Wenn es gut lief, pro Brett so fünf Minuten.












Ich war ja jetzt schon lange nicht mehr richtig in der Werkstatt, der Werkstattbär war es leid alleine zu sein und er wollte mithelfen. 

Naja groß was machen kann er nicht, zu tapsig und kurz geraten, aber auf dem Gerüst rumklettern und Schrauben anreichen ging. ;)











Irgendwann hing dann das vorletzte Brett unter der Decke. 

Letzte Gelegenheit, die Stromkabel für die spätere Beleuchtung zu verlegen ...












... und ordentlich im Abzweigkasten unter zu bringen. Ganz schön viel Kupfer, nur für Licht.











Dann konnte ich am dritten Abend, die Decke schließen.

Mit den Paneel-Zangen ging nichts mehr, also wieder Freund Stütze.














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